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Lanthanoide im Periodensystem – Seltene Erden im Überblick

Die Lanthanoide umfassen 15 Elemente von Lanthan bis Lutetium. Sie gehören zur 6. Periode und werden aus Platzgründen meist als eigene Zeile unter dem eigentlichen Periodensystem dargestellt.

Position und Elektronenstruktur

Bei den Lanthanoiden wird schrittweise die 4f-Unterschale besetzt. Ihre Elektronenkonfigurationen sind ähnlich, weshalb auch ihre chemischen Eigenschaften eng beieinanderliegen. In Verbindungen tritt besonders häufig die Oxidationsstufe +3 auf.

Sind Lanthanoide „seltene Erden“?

Die Lanthanoide bilden zusammen mit Scandium und Yttrium die Gruppe der Seltenen Erden. Der Name ist historisch: Mehrere dieser Elemente sind in der Erdkruste nicht außergewöhnlich selten, kommen aber fein verteilt und gemeinsam in Mineralen vor. Ihre Trennung ist deshalb technisch aufwendig.

Gemeinsame Eigenschaften

  • silbrig glänzende, relativ weiche Metalle
  • ähnliches chemisches Verhalten und überwiegend dreiwertige Ionen
  • charakteristische magnetische und optische Eigenschaften
  • zunehmend kleinerer Atomradius von Lanthan zu Lutetium, die sogenannte Lanthanoidenkontraktion

Verwendung

Neodym wird für starke Permanentmagnete genutzt, Europium und Terbium liefern Leuchtstoffe für Displays, und Erbium verstärkt Lichtsignale in Glasfasern. Promethium ist eine Besonderheit: Es besitzt kein stabiles Isotop und kommt natürlich nur in extrem kleinen Mengen vor.