Position und Elektronenstruktur
Bei den Actinoiden wird vor allem die 5f-Unterschale aufgefüllt. Die Energien benachbarter Orbitale liegen dicht beieinander, weshalb mehrere Oxidationsstufen möglich sind. Ihre Chemie ist dadurch vielfältiger als die der Lanthanoide.
Alle Actinoide sind radioaktiv
Kein Actinoid besitzt stabile Isotope. Thorium und Uran haben jedoch sehr langlebige Isotope und kommen deshalb noch in nennenswerten Mengen in der Natur vor. Elemente jenseits des Urans heißen Transurane; sie werden überwiegend künstlich in Reaktoren oder Teilchenbeschleunigern erzeugt.
Bekannte Vertreter
- Thorium und Uran: natürliche, langlebige Ausgangsstoffe radioaktiver Zerfallsreihen
- Plutonium: entsteht unter anderem aus Uran in Kernreaktoren
- Americium: wird in kleinen Mengen in Ionisationsrauchmeldern eingesetzt
- Curium bis Lawrencium: vor allem für Forschung und die Untersuchung schwerer Atomkerne bedeutsam
Sicherheit und Nutzung
Die praktische Verwendung hängt stark vom jeweiligen Isotop ab. Radioaktive Strahlung und chemische Giftigkeit erfordern abgeschirmte Anlagen und strenge Kontrollen. Die Elementsteckbriefe unten zeigen Ordnungszahl, Atommasse, Elektronenkonfiguration und weitere Daten jedes Actinoids.